Was ist das Goethe-Zertifikat A2 — und wer braucht es?
Das Goethe-Zertifikat A2 ist die A2-Deutschprüfung des Goethe-Instituts und weist die zweite Stufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) nach: Du verstehst Sätze und häufige Ausdrücke aus dem eigenen Alltag — Arbeit, Wohnung, Einkaufen, Familie, Termine — und kannst dich in einfachen Routinesituationen verständigen.
Es gibt zwei Fassungen der Prüfung. Für die hier beschriebene Erwachsenenfassung wird ein Alter ab 16 Jahren empfohlen — eine Altersgrenze ist das nicht: Die Prüfungen des Goethe-Instituts können unabhängig vom Erreichen eines Mindestalters abgelegt werden. Für Jugendliche gibt es die inhaltlich passend zugeschnittene Variante Goethe-Zertifikat A2: Fit in Deutsch. Format, Punkte und Bestehensregel sind bei beiden gleich aufgebaut, die Themen und Textsorten unterscheiden sich. Die Erwachsenenprüfung hat die ältere Prüfung „Start Deutsch 2“ abgelöst — wenn dir dieser Name in älteren Kursbüchern begegnet, ist dieselbe Stufe gemeint.
Wer braucht A2? Im deutschen Aufenthaltsrecht wird das Niveau A2 unter anderem in § 25a und § 25b AufenthG ausdrücklich genannt. Beide verlangen jeweils „hinreichende mündliche Deutschkenntnisse im Sinne des Niveaus A2“ — für gut integrierte Jugendliche und junge Volljährige beziehungsweise für die Aufenthaltserlaubnis bei nachhaltiger Integration. Beachte das Wort mündlich: Der Gesetzestext knüpft dort an das Sprechen an, nicht an ein bestimmtes Zertifikat. Für die Chancenkarte wiederum verlangt § 20a AufenthG nur „mindestens einfache deutsche Sprachkenntnisse“ oder Englischkenntnisse auf Niveau B2; A2 bringt zusätzlich einen Punkt in der Punktetabelle der Anlage zu § 20b.
Ob dein Antrag mit einem A2-Zeugnis vollständig ist, entscheidet immer die zuständige Ausländerbehörde oder Auslandsvertretung — nicht diese Seite und nicht ein Sprachkursanbieter. Frag dort nach, welches Niveau und welche Form des Nachweises in deinem Fall verlangt werden, bevor du einen Prüfungstermin buchst.
Daneben legen viele Menschen A2 ohne rechtlichen Anlass ab: als Zwischenziel auf dem Weg zu B1, als Nachweis für Arbeitgeber und Sprachschulen oder einfach, um nach einem Jahr Lernen einen belastbaren Beleg in der Hand zu haben. Für ein Studium reicht A2 nicht: Für die Zulassung verlangen deutsche Hochschulen nach der Rahmenordnung der Hochschulrektorenkonferenz einen Nachweis wie DSH-2 oder TestDaF mit 4×TDN 4 — also ein deutlich höheres Niveau. Welches Niveau ein Ausbildungsbetrieb erwartet, legt der Betrieb beziehungsweise die zuständige Kammer fest; frag dort nach, statt dich auf eine allgemeine Angabe zu verlassen.
Der Aufbau: vier Teile, 90 Minuten schriftlich
Die Prüfung besteht aus vier Teilen. Lesen, Hören und Schreiben bilden zusammen die schriftliche Prüfung und dauern ohne Pause insgesamt etwa 90 Minuten. Das Sprechen ist die mündliche Prüfung und findet in der Regel zu zweit statt.
| Teil | Dauer | Aufgaben | Punkte |
|---|---|---|---|
| Lesen | 30 Min. | 4 Teile, 20 Aufgaben: kurze Mitteilungen und E-Mails, Anzeigen, Zeitungs- und Internettexte. In den Teilen 1–3 kreuzt du an, in Teil 4 ordnest du zu. | 25 |
| Hören | ca. 30 Min. | 4 Teile, 20 Aufgaben: Ansagen, Gespräche, Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, Radiobeiträge und ein Interview. | 25 |
| Schreiben | 30 Min. | 2 Teile: eine kurze persönliche Nachricht (SMS) und eine halbformelle E-Mail, jeweils mit 3 Leitpunkten. | 25 |
| Sprechen | ca. 15 Min. zu zweit | 3 Teile: Fragen zur Person stellen und beantworten, über das eigene Leben erzählen, gemeinsam etwas planen. | 25 |
Im Hören gibt es eine Falle, die man vorher kennen sollte: Nicht jeder Text läuft zweimal. In den Teilen 1, 3 und 4 hörst du zweimal, im Teil 2 nur einmal. Genau dort verlieren viele Punkte, weil sie an einem unbekannten Wort hängen bleiben und den Rest der Aufnahme verpassen. Wer weiß, dass dieser Teil nur einmal läuft, liest die Aufgaben vorher und hört gezielt.
Das Sprechen ist eine Paarprüfung ohne Vorbereitungszeit: Du sprichst mit einer zweiten teilnehmenden Person, nicht nur mit der Prüferin oder dem Prüfer. Zuerst stellt ihr euch gegenseitig Fragen zur Person, dann erzählst du etwas aus deinem Alltag, und zum Schluss plant ihr gemeinsam etwas — zum Beispiel einen Ausflug oder ein Treffen. Der dritte Teil ist der, den man am wenigsten allein üben kann, und deshalb der, den die meisten unterschätzen.
Der kostenlose Modellsatz zeigt dir alle vier Teile im Original-Layout, inklusive Antwortbogen. Ein einziger Durchgang damit erspart dir am Prüfungstag die Frage „Was soll ich hier eigentlich machen?“ — und die kostet mehr Zeit als jede Vokabellücke.
Punkte und Bestehensregel: zwei Grenzen, nicht eine
Jeder der vier Teile zählt maximal 25 Punkte. Zusammen ergibt das 100 Punkte: 75 aus der schriftlichen Prüfung (Lesen, Hören, Schreiben) und 25 aus dem Sprechen. Jeder der drei schriftlichen Teile wird auf 20 Messpunkte bezogen, die mit dem Faktor 1,25 auf 25 Prüfungspunkte umgerechnet werden. In Lesen und Hören sind das 20 richtige Antworten — eine richtige Antwort ist dort also 1,25 Punkte wert. Schreiben wird dagegen nach Kriterien bewertet, nicht durch Abzählen richtiger Antworten: Es zählt, ob die Aufgabe erfüllt ist (alle drei Leitpunkte), wie der Text kommunikativ gestaltet ist und wie korrekt er sprachlich ist. Auch das Sprechen wird nach Kriterien bewertet — dort zählen unter anderem die Erfüllung der Aufgabe, die Verständigung mit der Partnerin oder dem Partner, der Wortschatz und die Aussprache.
Bestanden ist die Prüfung, wenn du insgesamt mindestens 60 von 100 Punkten erreichst und dabei mindestens 45 von 75 Punkten in der schriftlichen Prüfung sowie mindestens 15 von 25 Punkten in der mündlichen Prüfung. Außerdem müssen alle Prüfungsteile abgelegt worden sein.
Das ist der Punkt, an dem sich A2 von A1 unterscheidet, und er wird oft übersehen: Es gibt zwei Hürden. 60 Punkte insgesamt reichen nicht, wenn davon nur 14 aus dem Sprechen kommen — dann gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden. Umgekehrt hilft ein sehr gutes Sprechen nicht, wenn die schriftliche Summe unter 45 liegt.
Rechne rückwärts, nicht vorwärts: 15 von 25 Punkten im Sprechen sind 60 % einer Prüfung, in der du unter Zeitdruck und mit einer fremden Partnerin sprichst. Wer das Sprechen bis zwei Wochen vor dem Termin aufschiebt, plant genau die Hürde ein, die am schwersten kurzfristig zu heben ist.
Wie oft und in welcher Form du die Prüfung wiederholen kannst, regeln die Durchführungsbestimmungen. Wiederholen lässt sich dort entweder die mündliche oder die gesamte schriftliche Prüfung — nie ein einzelner Prüfungsteil, also zum Beispiel nicht Lesen allein. Und auch das nur in Ausnahmefällen und nur, wenn die organisatorischen Bedingungen am Prüfungszentrum es zulassen; verlass dich also nicht darauf. Frag dein Prüfungszentrum, bevor du dich zum zweiten Mal anmeldest.
Anmeldung und Übungsmaterial
Die Prüfung legst du an einem Goethe-Institut oder an einem lizenzierten Prüfungszentrum ab. Welche Zentren das in deiner Stadt oder deinem Land sind, steht auf goethe.de; Termine, Anmeldeweg und Fristen stehen auf der Seite des jeweiligen Zentrums. Plane den Vorlauf großzügig: In Städten mit wenigen Zentren sind A2-Termine oft Wochen im Voraus belegt.
Zum Üben stellt das Goethe-Institut kostenlos einen Modellsatz und einen Übungssatz für Erwachsene bereit, jeweils mit Kandidatenblättern, Lösungen und den Hördateien. Beide entsprechen der echten Prüfung in Aufgabentypen, Aufgabenzahl und Zeitvorgaben — das ist der Grund, warum ein Durchgang damit mehr wert ist als drei Kapitel in einem beliebigen Lehrbuch.
Ebenfalls kostenlos: die Wortliste zum Goethe-Zertifikat A2. Sie umfasst rund 1.300 lexikalische Einheiten — das ist der Wortschatz, den die Prüfung voraussetzt. Wer diese Liste erst zwei Wochen vor dem Termin entdeckt, hat vorher fast sicher am Bedarf vorbei gelernt. Sie gehört an den Anfang der Vorbereitung, nicht ans Ende.
- Modellsatz und Übungssatz Erwachsene, mit Lösungen und Audios — kostenlos beim Goethe-Institut
- Wortliste A2 mit rund 1.300 Einträgen, thematisch und alphabetisch geordnet
- Die Durchführungsbestimmungen: dort stehen Punkte, Bestehensgrenzen und die Regeln zum Prüfungsablauf
- Die Terminliste deines Prüfungszentrums — der Engpass ist oft der Termin, nicht die Vorbereitung
Ein realistischer Lernplan über 8 bis 12 Wochen
Das Goethe-Institut rechnet je nach Vorkenntnissen und Lernbedingungen mit 200 bis 350 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten bis zum Niveau A2 — das ist der Weg von null, nicht der Weg von A1. Dieser Plan setzt ein abgeschlossenes A1-Niveau voraus und deckt nur die letzte Etappe ab. Bei 45 bis 60 Minuten Lernzeit am Tag sind dafür 8 bis 12 Wochen realistisch. Wenn du weniger als vier Tage pro Woche lernst, plane eher am oberen Ende — und wenn du bei null anfängst, ist A1 der richtige Startpunkt, nicht dieser Plan.
Bevor du loslegst: Mach den kostenlosen Einstufungstest. Er zeigt dir in etwa 20 Minuten, ob du wirklich auf A1-Niveau stehst oder ob unten noch Lücken sind, die dich später Punkte kosten.
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Woche 1–2
Die Fälle sortieren: Dativ und Akkusativ
- Dativ als drittes Puzzleteil: wem? statt wen? — mit Artikeln, Possessivartikeln und Pronomen
- Die Dativverben lernen, die täglich vorkommen: helfen, gefallen, gehören, schmecken, passen
- Wechselpräpositionen: wo? mit Dativ, wohin? mit Akkusativ — an, auf, in, neben, über, unter, vor
- Jeden Tag zehn Minuten laut sprechen, nicht nur ankreuzen
Tipp: Dativ und Akkusativ sind auf A2 kein Grammatikthema unter vielen — sie stecken in fast jedem Satz, den du in Schreiben und Sprechen produzierst. Wer sie hier sauber sortiert, spart in Woche 8 die Fehlersuche.
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Woche 3–4
Über Vergangenes sprechen
- Perfekt mit haben und sein für die Verben, die im Alltag wirklich vorkommen
- Perfekt der trennbaren Verben (eingekauft, angerufen) und der Verben auf -ieren (telefoniert)
- Präteritum der Modalverben plus war und hatte: „Ich konnte gestern nicht kommen.“
- Eine kurze Wochenrückschau schreiben — fünf Sätze, jeden Tag
Tipp: Im Sprechen Teil 2 erzählst du aus deinem Leben. Ohne sicheres Perfekt bleibt dieser Teil bei Aufzählungen im Präsens stecken, und genau dafür gibt es weniger Punkte.
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Woche 5–6
Wortschatz nach der offiziellen Liste
- Die A2-Wortliste thematisch durcharbeiten: Wohnen, Arbeit, Gesundheit, Reisen, Ämter, Freizeit
- Adjektivendungen nach der, die, das und nach ein, eine, mein — erst Nominativ und Akkusativ, dann Dativ
- Zeitangaben sicher beherrschen: vor, nach, seit, ab, bis, von … bis, zwischen
- Täglich eine Hörübung auf A2-Niveau, im normalen Sprechtempo
Tipp: Die Wortliste orientiert sich an dem, was die Prüfung voraussetzt; eine zufällige App-Lektion tut das nicht — bei gleichem Zeitaufwand.
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Woche 7–8
Die vier Aufgabentypen einzeln trainieren
- SMS schreiben: 20–30 Wörter, alle drei Leitpunkte, passende Anrede und passender Gruß
- Halbformelle E-Mail schreiben: 30–40 Wörter, höflicher Ton, alle drei Leitpunkte
- Hören Teil 2 gezielt üben — der Teil, der nur einmal läuft
- Lesen Teil 4 üben: zuordnen statt ankreuzen, das ist ein anderer Lesevorgang
Tipp: Über die Punkte im Schreiben entscheidet nicht nur die Grammatik: Ein fehlender Leitpunkt trifft ein eigenes Bewertungskriterium — kleine Grammatikfehler tun das nicht.
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Woche 9–10
Erster kompletter Modelltest, dann gezielt schließen
- Einen Modellsatz vollständig unter Zeitbedingungen durcharbeiten
- Punkte pro Teil notieren und gegen die zwei Grenzen prüfen: 45/75 schriftlich, 15/25 mündlich
- Den schwächsten Teil identifizieren und in den Rest der Vorbereitung priorisieren
- Das Sprechen ab jetzt täglich laut üben, nicht nur im Kopf
Tipp: Ein erstes Ergebnis unter 60 Punkten ist an dieser Stelle normal. Der Test ist eine Messung, keine Note — dafür machst du ihn zwei Wochen vorher und nicht am Vorabend.
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Woche 11–12
Generalprobe und Prüfungslogistik
- Den Übungssatz als zweiten kompletten Durchgang, wieder mit Uhr
- Den dritten Sprechteil mit einer echten Person üben: gemeinsam etwas planen und aushandeln
- Keine neuen Themen mehr — nur festigen, was schon sitzt
- Anmeldebestätigung, Ausweisdokument und Anfahrt zum Prüfungszentrum klären
Tipp: Den Planungsteil im Sprechen kann man nicht allein simulieren. Ein einziger Übungsdurchgang mit einer zweiten Person verändert dort mehr als zehn stille Wiederholungen.
Die häufigsten Fehler auf dem Weg zu A2
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Nur auf die Gesamtpunktzahl schauen
Die 60 von 100 Punkten sind die bekannteste Zahl — und allein sagen sie nichts. Es gibt zwei Mindestgrenzen: 45 von 75 schriftlich und 15 von 25 im Sprechen. Wer nur die Summe im Blick hat, merkt zu spät, dass ein schwaches Sprechen die ganze Prüfung kippt.
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Das Sprechen bis zum Schluss aufschieben
Sprechen ist der einzige Teil, der nicht allein und nicht schweigend geübt werden kann, und der einzige mit einer eigenen Hürde. Wer erst in der letzten Woche anfängt, laut zu sprechen, hat für den schwersten Prüfungsteil die kürzeste Vorbereitung eingeplant.
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Einen Leitpunkt im Schreiben auslassen
SMS und E-Mail haben je drei Leitpunkte, und alle drei müssen vorkommen. Ein ausgelassener Leitpunkt trifft das Kriterium „Erfüllung der Aufgabenstellung“ direkt — auch dann, wenn der Text sonst gut klingt.
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Hören Teil 2 wie die anderen Teile behandeln
Dieser Teil läuft nur einmal. Wer wie in Teil 1 auf den zweiten Durchgang wartet, verliert fünf Aufgaben auf einmal. Die Aufgaben vorher lesen und gezielt auf die gesuchte Information hören ist hier wichtiger als jedes Vokabeltraining.
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Mit A1-Mitteln zur A2-Prüfung gehen
A2 verlangt Dativ, Wechselpräpositionen, Perfekt und Objektpronomen als selbstverständliches Werkzeug. Wer diese Strukturen nur wiedererkennt, aber nicht produziert, versteht die Aufgaben — und kommt trotzdem im Schreiben und Sprechen nicht über eine A1-Antwort hinaus.
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Ohne den Modellsatz in die Prüfung gehen
Der Modellsatz ist kostenlos und zeigt Aufgabentypen, Aufgabenzahl und Zeitvorgaben der echten Prüfung. Ihn nicht zu benutzen heißt, das Format am Prüfungstag zum ersten Mal zu sehen — und Zeit für Orientierung auszugeben, die im Zeitlimit nicht eingeplant ist.
Wie DeutschMeister auf das Goethe-Zertifikat A2 vorbereitet
A2 prüft vier Fertigkeiten mit festen Aufgabentypen und zwei getrennten Hürden. Genau danach ist die Vorbereitung hier aufgebaut — von einem Team, das die deutschen Sprachprüfungen selbst durchlaufen ist:
Grammatik
Die A2-Strukturen, Schritt für Schritt
Dativ, Wechselpräpositionen, Perfekt, Objektpronomen, Modalverben in der Vergangenheit und Adjektivendungen — die Strukturen, aus denen A2-Antworten bestehen (84 Themen insgesamt, A1.1–B2.2).
Hören
Ohren an das normale Tempo gewöhnen
48 Hörübungen mit Muttersprachler-Dialogen, nach Niveau gestaffelt — Ansagen, Gespräche und Nachrichten, also die Textsorten, an denen sich Hören Teil 1 bis 4 orientiert.
Lesen
Anzeigen, E-Mails und kurze Artikel
74 Lesetexte nach Niveau — mit dem Wechsel zwischen Ankreuzen und Zuordnen, den die Prüfung in den Teilen 1 bis 4 verlangt.
Schreiben
SMS und E-Mail mit Leitpunkten
Schreib die Aufgabenform der Prüfung — kurze Nachricht und halbformelle E-Mail — und bekomm sofort Rückmeldung zu Leitpunkten, Anrede, Gruß und Verbstellung an deinen eigenen Sätzen.
Sprechen
Die Hürde, die man nicht anlesen kann
Das KI-Sprechtraining übt Fragen zur Person, Erzählen aus dem Alltag und gemeinsames Planen — täglich, ohne Termin und ohne Partner, mit sofortigem Feedback.
Der geführte Weg dorthin ist der A2.1-Kurs: A2.1 im Kursbereich öffnen. Die Regeln zum Nachschlagen stehen in der A2.1-Grammatikbibliothek, und wie sich das gegen andere Anbieter schlägt, steht im Vergleich. Wenn du noch nicht weißt, wo du stehst, beginn mit dem Einstufungstest.
Häufige Fragen
- Wie viele Punkte braucht man beim Goethe-Zertifikat A2?
- Insgesamt mindestens 60 von 100 Punkten. Zusätzlich gelten zwei Mindestgrenzen: mindestens 45 von 75 Punkten in der schriftlichen Prüfung (Lesen, Hören, Schreiben) und mindestens 15 von 25 Punkten im Sprechen. Wird eine der beiden Grenzen verfehlt, gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden — auch dann, wenn die Gesamtsumme bei 60 Punkten oder darüber liegt.
- Wie lange dauert die Prüfung?
- Die schriftliche Prüfung dauert insgesamt etwa 90 Minuten ohne Pause: Lesen 30 Minuten, Hören etwa 30 Minuten, Schreiben 30 Minuten. Das Sprechen dauert etwa 15 Minuten für zwei Teilnehmende und findet an einem eigenen Termin oder direkt im Anschluss statt — das legt das jeweilige Prüfungszentrum fest.
- Ist die mündliche Prüfung eine Paarprüfung?
- Ja, das Sprechen ist in der Regel eine Paarprüfung mit zwei Teilnehmenden und dauert dafür etwa 15 Minuten. Es gibt keine Vorbereitungszeit. Der Teil besteht aus drei Aufgaben: Fragen zur Person stellen und beantworten, etwas über das eigene Leben erzählen, und mit der Partnerin oder dem Partner gemeinsam etwas planen.
- Was muss man beim Goethe-Zertifikat A2 schreiben?
- Der Prüfungsteil Schreiben hat zwei Aufgaben und dauert 30 Minuten. In Teil 1 schreibst du eine kurze persönliche Nachricht, etwa eine SMS an eine Freundin oder einen Freund, mit rund 20 bis 30 Wörtern. In Teil 2 folgt eine halbformelle E-Mail mit rund 30 bis 40 Wörtern. Beide Aufgaben geben drei Leitpunkte vor, und alle drei müssen bearbeitet werden.
- Wie viele Aufgaben haben Lesen und Hören?
- Lesen und Hören haben je vier Teile mit zusammen 20 Aufgaben. Im Lesen kreuzt du in den Teilen 1 bis 3 an und ordnest in Teil 4 zu. Im Hören hörst du die Teile 1, 3 und 4 zweimal, Teil 2 dagegen nur einmal — das ist die Stelle, an der ein unbekanntes Wort am meisten kostet.
- Wo finde ich kostenloses Übungsmaterial für A2?
- Das Goethe-Institut stellt für Erwachsene einen Modellsatz und einen Übungssatz kostenlos bereit, jeweils mit Kandidatenblättern, Lösungen und Hördateien. Beide entsprechen der Prüfung in Aufgabentypen, Aufgabenzahl und Zeitvorgaben. Dazu kommt die Wortliste zum Goethe-Zertifikat A2 mit rund 1.300 lexikalischen Einheiten — der Wortschatz, den die Prüfung voraussetzt.
- Für welches Alter ist die Prüfung gedacht?
- Für die Erwachsenenfassung wird ein Alter ab 16 Jahren empfohlen. Ein Mindestalter gibt es aber nicht: Die Prüfungen des Goethe-Instituts können unabhängig vom Erreichen eines Mindestalters abgelegt werden. Wer jünger ist, ist mit dem Goethe-Zertifikat A2: Fit in Deutsch oft besser bedient — dieselben vier Prüfungsteile, aber Themen und Textsorten für Jugendliche. Das Goethe-Zertifikat A2 hat die frühere Prüfung Start Deutsch 2 abgelöst.
- Reicht ein A2-Zeugnis für meinen Aufenthaltstitel?
- Das hängt vom Aufenthaltstitel ab und entscheidet die zuständige Behörde. Im Aufenthaltsgesetz wird A2 unter anderem in § 25a und § 25b ausdrücklich genannt, dort jeweils als „hinreichende mündliche Deutschkenntnisse im Sinne des Niveaus A2“. Für die Chancenkarte verlangt § 20a nur mindestens einfache Deutschkenntnisse oder Englisch auf B2; A2 bringt einen zusätzlichen Punkt in der Punktetabelle. Kläre deinen Fall vor der Anmeldung mit der Ausländerbehörde oder der Auslandsvertretung.
- Wie lange dauert die Vorbereitung von A1 auf A2?
- Das Goethe-Institut rechnet mit 200 bis 350 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten bis zum Niveau A2 — von null gerechnet. Mit abgeschlossenem A1 und 45 bis 60 Minuten Lernzeit am Tag sind für die letzte Etappe 8 bis 12 Wochen realistisch, davon die letzten zwei bis vier Wochen als reine Prüfungsphase mit Modellsatz und Übungssatz. Wer seltener als viermal pro Woche lernt, sollte eher mit dem oberen Ende planen. Der Einstufungstest zeigt dir vorher, ob A1 wirklich sitzt.
Finde heraus, wo du vor dem Goethe-Zertifikat A2 stehst
Der Einstufungstest zeigt dir in etwa 20 Minuten, ob dein A1 trägt und welche A2-Themen noch fehlen — danach weißt du, wie viel der 8 bis 12 Wochen du wirklich brauchst.